Conjuring 2

Conjuring 2“ greift reale Vorfälle auf und bettet sie in das bekannte Horror-Universum ein. Der Film nutzt das Spannungsfeld zwischen medienwirksamem Spuk und kirchlich legitimierter Dämonenjagd. Das Grauen wird nicht allein visuell erzeugt, sondern durch das schleichende Eindringen ins Alltägliche.

Conjuring 2
  • Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
  • Madison Wolfe, Vera Farmiga, Lauren Esposito (Schauspieler)
  • James Wan(Regisseur) - Chad Hayes(Autor) - Rob Cowan(Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung:Freigegeben ab 16 Jahren

Der neue Fall führt das Ehepaar Warren in ein britisches Arbeiterviertel. Eine Familie erlebt dort übernatürliche Ereignisse, die bald öffentliches Interesse wecken. Während Zweifel an der Glaubwürdigkeit wachsen, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu. Inmitten religiöser Symbole und familiärer Angst wird ein Muster sichtbar. Kann dieses Böse überhaupt noch gebannt werden?

Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Conjuring 2“ erschien 2016 als Fortsetzung von „Conjuring – Die Heimsuchung“ unter der Regie von James Wan. Das Drehbuch stammt von Chad Hayes, Carey Hayes, James Wan und David Leslie Johnson. Die Hauptrollen spielen Vera Farmiga als Lorraine Warren, Patrick Wilson als Ed Warren, Madison Wolfe als Janet Hodgson und Frances O’Connor als ihre Mutter Peggy. Weitere Rollen übernahmen Lauren Esposito als Margaret Hodgson, Benjamin Haigh als Billy Hodgson, Patrick McAuley als Johnny Hodgson und Simon McBurney als Maurice Grosse. Der Film wurde von Rob Cowan, Peter Safran und James Wan produziert. Die Musik komponierte Joseph Bishara, Don Burgess war für die Kamera verantwortlich, der Schnitt stammt von Kirk M. Morri.

Die Dreharbeiten begannen im September 2015 in Los Angeles und wurden im Dezember 2015 in London abgeschlossen. Drehorte waren unter anderem das Pub „The Warrington“ in Maida Vale, die Marylebone Station sowie der Stadtteil Enfield. „Conjuring 2“ kam am 16. Juni 2016 in Deutschland ins Kino, ist FSK 16 und läuft 134 Minuten. Mit einem Budget von 40 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit über 321 Millionen ein. Er erhielt Nominierungen bei den Golden Trailer Awards, den Saturn Awards sowie den People’s Choice Awards.

Zusammenfassung & Story vom Film „Conjuring 2“

Im Jahr 1976 untersuchen Ed und Lorraine Warren die Morde im berüchtigten Amityville-Haus. Dabei versuchen sie herauszufinden, ob eine dämonische Präsenz Ronald DeFeo Jr. zu den Taten getrieben hat. Während einer Séance erlebt Lorraine eine eindringliche Vision der Morde. In dieser sieht sie nicht nur den Täter, sondern auch einen furchteinflößenden Dämon in Nonnengestalt. Sie beobachtet, wie Ed durch einen spitzen Gegenstand tödlich verletzt wird. Obwohl sie schwer erschüttert ist, gelingt es Ed, sie aus der Vision zu befreien. Die Erfahrungen hinterlassen jedoch tiefe Spuren.

Ein Jahr später beginnt in London der Fall Enfield. Dort lebt Janet Hodgson mit ihrer Mutter Peggy und drei Geschwistern. Nachdem die Kinder mit einem Ouija-Brett gespielt haben, beginnt Janet zu schlafwandeln. In ihren Träumen spricht eine geisterhafte Stimme, die das Haus für sich beansprucht. Die Familie wird bald selbst Zeugin seltsamer Vorgänge. Möbel verrücken sich, Türen schlagen zu, Stimmen ertönen aus dem Nichts. Schließlich suchen sie Schutz bei den Nachbarn. Die erschreckenden Ereignisse ziehen bald auch Medien und Forscher an.

Maurice Grosse, ein britischer Forscher für paranormale Phänomene, untersucht gemeinsam mit Journalisten den Fall. Sie befragen die Familie und stellen fest, dass sich ein Geist namens Bill Wilkins zeigt. Dieser soll einst im Haus gelebt und in einem Sessel gestorben sein. Als Janets Verhalten sich ändert, bittet die Kirche die Warrens um Hilfe. Obwohl Lorraine wegen ihrer früheren Vision zögert, willigt sie ein. Ed und Lorraine reisen schließlich nach Enfield, um den Fall zu beobachten. Bald erkennen sie, dass mehr hinter dem Spuk steckt als ein einfacher Poltergeist.

Gefahr am Fenster

Zusammen mit Grosse versuchen die Warrens, mit Wilkins’ Geist zu kommunizieren. Der Poltergeist zeigt sich jedoch unkooperativ und verlangt, dass die Familie verschwindet. Parapsychologin Anita Gregory bezweifelt die Echtheit der Vorfälle. Sie glaubt, Janet spiele alles nur vor. Als ein Video Janet zeigt, wie sie die Küche verwüstet, scheint sich Gregorys Verdacht zu bestätigen. Peggy fühlt sich verraten und weist die Warrens aus dem Haus. Doch bei der Abreise analysiert Ed Tonbandaufnahmen. Dabei wird klar, dass Wilkins manipuliert wird und ein mächtigerer Dämon die Kontrolle hat.

Ed und Lorraine kehren in das Haus zurück, als Janet allein und besessen darin festsitzt. Ein Blitz trifft einen Baum, dessen Stumpf der Vision ähnelt, in der Ed stirbt. Ed versucht, Janet am Fenster zu retten, während sie droht, sich in den Tod zu stürzen. Er hält sie am Vorhang fest, aber beide geraten in Gefahr. In diesem Moment erinnert sich Lorraine an den Dämonennamen Valak. Sie eilt ins Haus, stellt sich dem Dämon und ruft seinen Namen. Dadurch bricht der Bann. Janet ist wieder frei und die Familie gerettet. Zum Schluss tanzen die Warrens gemeinsam zu einem Elvis-Song.

Kritiken und Fazit zum Film „Conjuring 2“

Conjuring 2“ setzt auf bekannte Strukturen und findet darin erneut einen funktionierenden Rhythmus. Der Film steigert seine Wirkung durch das langsame Eskalieren der übernatürlichen Elemente. Besonders die Szene im Wohnzimmer, in der Janet in einem Sessel wie fremdgesteuert spricht, erzeugt eine greifbare Spannung. Hier arbeitet der Film mit gezieltem Tempo und bricht den Grusel nicht durch plumpe Schockeffekte. Dennoch wirkt die wiederholte Dämoneninszenierung vorhersehbar, da sich die Bedrohung kaum variiert. Die Erzählung verlässt sich oft auf die Formel der Eskalation, was auf Dauer Ermüdung erzeugt.

Trotz dieser strukturellen Schwächen gelingt es dem Film, seine Welt glaubhaft weiterzuführen. Die Rückgriffe auf frühere Fälle sorgen für Kontext, nutzen aber kaum neue Perspektiven. Gerade der Konflikt zwischen echtem Spuk und möglichem Betrug bleibt zu eindimensional. Zwar thematisiert der Film diesen Widerspruch mehrfach, doch er entwickelt daraus keine Ambivalenz. Stattdessen dominiert eine klare Haltung, die wenig Raum für Zwischentöne lässt. Diese Entscheidung bremst die Spannung. So überzeugt „Conjuring 2“ stellenweise mit dichten Momenten, verschenkt aber erzählerisch Chancen für tiefere Dynamik.

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