Naturwissenschaftlicher Wettbewerb beim Jugendsoftwarepreis
Die Idee des Jugendsoftwarepreises
Wer sich daran erinnert, wie er selbst die Schulbank gedrückt hat, dem wird sicherlich auch das ein oder andere Fach in den Sinn kommen, bei dem alles nicht ganz so einfach war. Traditionell sind das für viele die naturwissenschaftlichen Fächer mitsamt Mathematik. Hier muss viel gebüffelt und Zusammenhänge verstanden werden. Außerdem kommt man um Formeln und Rechnen nicht herum. Das ist nicht nach jedermanns Geschmack, was an sich schade ist, denn eigentlich sind Naturwissenschaften enorm faszinierende Fächer. Oftmals aber mangelt es an der Vermittlung des Unterrichtsstoffes, sodass viele Schüler eher abschalten, als hoch interessiert dranzubleiben. Lösungen für dieses Problem gibt es heute in Form von Software, die beim Lernen helfen kann.
Durch Computer können Schüler ganz anders lernen. Natürlich ist es kein Selbstläufer, nur weil junge Menschen jetzt am Computer sitzen, der einen leichteren Zugang verspricht. Aber es steckt viel Potenzial in den entsprechenden Programmen, die gut entwickelt viele Vorteile mit sich bringen können. Die interaktiven Möglichkeiten sind es, die Lernprozesse ankurbeln können. Und genau darauf beruht auch die Idee des Jugendsoftwarepreises. Die Idee geht hier aber noch weiter, denn Schüler werden nicht nur zu Nutzern der Software, sondern entwickeln diese sogar selbst. Auch das sorgt dafür, dass der Stoff anders gelernt werden kann.
Es gilt dabei auf alle möglichen Lernformen zurückzugreifen. Software und Experimente können sich abwechseln und ineinandergreifen. Es gilt, mit den modernen technischen Optionen den Blick auf die Naturwissenschaften zu erweitern und neue Perspektiven zu bieten. Dabei können Lerninhalte auch viel individueller auf einzelnen Schüler zugeschnitten werden. Durch den Wettbewerb, der erstmals 2001 ins Leben gerufen wurde, haben junge Menschen Anreize, um selbst solche Programme zu erstellen.
So funktioniert der Wettbewerb
Übrigens braucht es keinesfalls Programmierkenntnisse, denn für den Wettbewerb sind auch Präsentationen erlaubt, die ganz klassisch mit Folien umgesetzt werden können. Das könnten Powerpoint-Präsentationen sein oder auch Webseiten. Darüber hinaus können aber eben interaktive Lernprogramme kreiert werden. Dazu können Bilder und Texte, Videos und Audioaufnahmen zum Einsatz kommen. Die Idee ist, dass Wissensinhalte perfekt simuliert und nahbar vermittelt werden (wie die wirtschaftlichen Abläufe auf Stadtgame). Wer fremdes Material einsetzt, muss dieses ganz wissenschaftlich im Quellenverzeichnis angeben.
In der Bewertung gibt es zwei Kategorien. Einmal die für die klassischen Präsentationen, die nacheinander in Folien ablaufen, und außerdem die interaktiven Darstellungen, die über eine Lernsoftware genutzt werden können. Ob nun einzelne Schüler, Teams oder ganze Klassen – bis zum Alter von 21 Jahren können Jugendliche und Kinder daran teilnehmen. Die Beiträge werden an die Klaus Tschira Stiftung geschickt. Es gibt Preise im Wert von bis zu 1.000 Euro zu gewinnen.
Jugendsoftwarepreis Preisträger der letzten Jahre
Fazit zum Jugendsoftwarepreis
Es gibt viele Jugendwettbewerbe, die zeigen, wie viel Leidenschaft und Spaß junge Menschen dabei haben können, wenn es um Wissenschaft und Forschung geht. Das ist beim Jugendsoftwarepreis der Klaus Tschira Stiftung auch nicht anders. Der wird schon seit 2001 vergeben und meist gibt es auch mehrere Gewinner. Das Ziel besteht darin, dass Schüler Präsentationen und interaktive Lernprogramme erstellen, mit denen naturwissenschaftliche Inhalte einfacher und spielerischer vermittelt werden. Teilnehmern können die Schüler einzeln oder auch in Gruppen.