Titanic
Mit „Titanic“ bringt James Cameron eine fiktionale Liebesgeschichte in den Kontext einer der bekanntesten Tragödien des 20. Jahrhunderts. Das Werk gehört seit seiner Veröffentlichung zum Kanon moderner Kinogeschichte, als Blockbuster, Melodram und Zeitbild zugleich. Es verknüpft das individuelle Schicksal zweier Menschen mit einer realen Katastrophe, die bis heute Symbol für Größenwahn, Klassenschranken und Verlust ist.
- Amazon Prime Video (Video-on-Demand)
- Leonardo Dicaprio, Kate Winslet, Billy Zane (Schauspieler)
- James Cameron(Regisseur) - James Cameron(Autor) - Rae Sanchini(Produzent)
- Zielgruppen-Bewertung:Freigegeben ab 12 Jahren
Im Zentrum steht die junge Rose, gefangen zwischen gesellschaftlichem Zwang und innerem Aufbegehren. Auf dem Ozeandampfer begegnet sie dem mittellosen Jack, der ihr eine neue Sicht auf das Leben eröffnet. Während der Luxusliner seinem Untergang entgegengleitet, verändert sich nicht nur Roses Weg, sondern auch ihr Selbstverständnis. Wie viel bleibt, wenn alles verloren geht?
Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte
Der Spielfilm „Titanic“ erschien 1997 und trägt im Original den gleichen Titel. Regie führte James Cameron, der auch das Drehbuch verfasste und zusammen mit Jon Landau und anderen produzierte. Die Kameraarbeit besorgte Russell Carpenter, die Musik komponierte James Horner. Produziert wurde das Werk von Paramount Pictures, 20th Century Fox und Lightstorm Entertainment. Mit rund 200 Mio. USD Produktionskosten zählt Titanic zu den teuersten Filmen seiner Zeit. Der Film im Genre romantisches Katastrophendrama dauert etwa 195 Minuten und erhielt in Deutschland die Altersfreigabe FSK 12. Nach der Weltpremiere am Tokyo International Film Festival (1. November 1997) startete er am 19. Dezember in den USA sowie am 8. Januar 1998 in Deutschland. Das weltweite Einspielergebnis erreichte rund 1,84 Mrd. USD – inklusive Wiederaufführungen etwa 2,26 Mrd. USD.
Titanic gewann elf Oscars, darunter für besten Film, Regie, Kamera, Tonschnitt, visuelle Effekte, Filmmusik und Lied („My Heart Will Go On“). Im Cast stehen unter anderem Kate Winslet als Rose DeWitt Bukater, Leonardo DiCaprio als Jack Dawson, Billy Zane als Caledon Hockley, Frances Fisher als Ruth DeWitt Bukater, Gloria Stuart als ältere Rose, Bill Paxton als Brock Lovett, Danny Nucci als Fabrizio De Rossi und Suzy Amis als Lizzy Calvert. Die fiktive Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose spielt vor dem historischen Hintergrund des Untergangs der RMS Titanic im Jahr 1912. Während es kein offizielles Sequel gibt, folgten dokumentarische Begleitwerke wie Ghosts of the Abyss (2003), die an die Titanic-Expedition anknüpfen.
Zusammenfassung & Story vom Film „Titanic“
Im Jahr 1996 stößt der Schatzsucher Brock Lovett auf einen alten Safe aus der Titanic. Statt des erhofften Diamanten findet er darin nur eine Aktzeichnung. Das Bild zeigt eine junge Frau mit einem wertvollen Collier. Kurz darauf meldet sich die hundertjährige Rose Calvert. Sie behauptet, die Frau auf dem Bild zu sein. Um ihre Geschichte zu überprüfen, laden die Forscher sie samt Enkelin Lizzy auf ihr Schiff ein. Nach einer Präsentation des Schiffswracks beginnt Rose, ihre Erinnerungen an die Titanic-Reise zu erzählen – und an die Ereignisse, die ihr Leben für immer veränderten.
Rose war damals siebzehn und mit dem reichen Cal Hockley verlobt. Die geplante Ehe war ein Deal ihrer Mutter, um den sozialen Status zu sichern. Auf der Titanic lernt Rose den armen Künstler Jack Dawson kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich rasch eine Verbindung. Jack rettet Rose das Leben, als sie in ihrer Verzweiflung über Bord springen will. Als Dank wird er zum Dinner eingeladen. Danach nimmt Rose heimlich an einem Fest der dritten Klasse teil und beginnt, sich ihrer alten Welt zu entfremden.
Der Untergang und seine Opfer
Als sich Roses Gefühle für Jack festigen, wächst zugleich die Spannung mit Cal und Ruth. Rose erkennt, wie fremdbestimmt ihr Leben bislang verlaufen ist. Deshalb lässt sie sich von Jack zeichnen, nackt, nur mit dem Collier, und hinterlässt das Bild zusammen mit einer Nachricht für Cal im Safe. Dann passiert die Katastrophe, denn die Titanic kollidiert mit einem Eisberg. Jack wird daraufhin durch eine Intrige inhaftiert. Rose befreit ihn, obwohl das Schiff bereits Wasser schluckt. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die unteren Decks, während das Chaos an Bord eskaliert und immer mehr Menschen sterben.
Im eisigen Wasser nach dem Untergang klammert sich Rose an ein Wrackteil, während Jack erfriert. Sie überlebt, gibt sich später als „Rose Dawson“ aus und beginnt damit ein neues Leben. In der Gegenwart beendet sie schließlich ihre Erzählung. Brock erkennt, dass er bei der Suche nach dem Diamanten den eigentlichen Schatz, nämlich das Schicksal der Menschen, übersehen hat. In der Nacht wirft Rose das Collier ins Meer. Der Film endet damit, dass Rose regungslos in ihrem Kojenbett liegt. Auf dem Nachttisch stehen Fotos, die ihr langes und erfülltes Leben zeigen. In der letzten Szene schreitet sie als junge Frau durch die Korridore der Titanic, trifft im Treppenhaus auf Jack und wird von den verstorbenen Passagieren empfangen, während Applaus erklingt.
Kritiken und Fazit zum Film „Titanic“
„Titanic“ startet kraftvoll, als Jack Rose vorm Sprung bewahrt, dieses Szenenbild wirkt wie ein spontanes Eingreifen im hier und jetzt. Die wachsende Nähe zwischen Jack und Rose gewinnt an Tiefe durch leise Gesten. Begeistert hat mich besonders, wie Liebe und Verzweiflung in dieser einen Szene spürbar zusammenbrechen. Zugleich irritiert das schnelle Tempo während des Untergangs: Die ständigen Szenenwechsel erzeugen fast das Gefühl, zwischen Realitätsfragmenten geschnappt zu werden, statt sich verweilen zu können.
Während das soziale Gefälle sichtbar wird, etwa wenn Drittklass-Passagiere kämpfen müssen, bleibt der Fokus bei Rose, die ein Versprechen wagt und trägt. In der dramatischen Rush-Stunde mischt sich kalte Härte mit menschlicher Wärme – und das berührt tief. Mir gefällt, dass der Film trotz monumentaler Ereignisse die Intimität zwischen zwei Menschen ins Zentrum rückt. Ab und an wirkt die Liebesleidenschaft etwas überzogen, doch im Zusammenspiel mit existenzieller Bedrohung wirkt sie lebendig und echt. So bleibt „Titanic“ ein Film, der Gefühle ernst nimmt, ohne je ihre Wucht zu verlieren.