Marvel’s Wolverine spaltet die Kritiker: Traumnoten oder Enttäuschung?

Marvel’s Wolverine ist seit dem 15. September 2026 exklusiv für die PS5 erhältlich und sorgt schon in den ersten Tagen für ordentlich Gesprächsstoff. Insomniac Games, bekannt für die gefeierten Spider-Man-Spiele, schickt euch diesmal mit einem deutlich brutaleren, storygetriebenen Actionspiel ins Rennen. 

Schon vor dem Release kursierten unzählige Wolverine Test Berichte großer Redaktionen, und das Bild, das sich daraus ergibt, ist alles andere als einheitlich. Zwischen Traumnoten und überraschend harter Kritik ist für euch aktuell schwer einzuschätzen, ob sich der Kauf wirklich lohnt. Wir haben die wichtigsten Stimmen zur Marvels Wolverine Review für euch zusammengefasst und zeigen, worauf ihr euch wirklich einstellen könnt.

Marvel’s Wolverine Release Preis und alle wichtigen Fakten für euch

Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Eckdaten im Überblick. Marvel’s Wolverine erscheint exklusiv für die PS5, ein PC- oder Xbox-Port ist bislang nicht bestätigt. Besitzt ihr eine PS5 Pro, profitiert ihr zusätzlich von einem speziell optimierten Modus mit verbesserter Grafik.

Release 15. September 2026
Plattform Exklusiv für PS5, inkl. PS5 Pro Enhanced
Preis Standard Edition 79,99 Euro
Entwickler Insomniac Games
Publisher Sony Interactive Entertainment
USK Einstufung USK 18
Spielzeit Hauptstory ca. 15 Stunden
Metacritic Wertung ca. 77 bis 78 von 100 Punkten

Das sagen die großen Gaming Magazine bisher

Der große Wolverine Test Rundgang zeigt ein ungewöhnlich gespaltenes Bild. GamePro etwa vergibt die Bestnote und beschreibt das Spiel als ebenso brutales wie spaßiges Superheldenabenteuer, das auf Dauer aber etwas mehr Abwechslung vertragen könnte. Auch bei anderen deutschen Redaktionen wie Games.ch oder Gameswelt fällt das Fazit überwiegend positiv aus, wenn auch mit ähnlichen Einschränkungen beim Kampfsystem.

International reicht die Bandbreite von Traumnoten bis zu deutlich zurückhaltenderen Urteilen. Während manche Tester nahezu die Höchstwertung vergeben, sehen andere vor allem begrenzte Handlungsmöglichkeiten und wenig erzählerischen Fortschritt als Problem. Diese Diskrepanz sorgt dafür, dass der Metacritic-Schnitt aktuell bei rund 77 bis 78 Punkten liegt, spürbar unter den Wertungen, die Insomniac mit den drei Spider-Man-Spielen erzielt hat.

Marvels Wolverine Review: Diese Stärken loben fast alle Kritiker

Bei aller Uneinigkeit gibt es einige Punkte, die in praktisch jeder Marvels Wolverine Review auftauchen. Ganz vorn steht die Darstellung von Logan selbst: Sprecher Liam McIntyre wird für seine Leistung als gebrochener, wütender Wolverine durchgehend gelobt, sowohl in der englischen als auch in der deutschen Synchronisation. Die Geschichte führt euch dabei quer über den Globus, von Kanada über Japan bis in den fiktiven Marvel-Stadtstaat Madripoor, während Bolivar Trask als Antagonist gezielt Mutanten entführt.

Bekannte Figuren wie Sabretooth, Mystique und Omega Red tauchen ebenfalls auf und sorgen für vertraute Marvel-Atmosphäre. Auch technisch punktet der Titel: Animationen, Beleuchtung und Raytracing werden als weiterer Beweis für Insomniacs Erfahrung mit dem Marvel-Universum gefeiert.

  • Wuchtiges, blutiges Kampfsystem mit ausfahrbaren Adamantium-Krallen
  • Filmreife, charaktergetriebene Story rund um Logan
  • Starke Sprecherleistungen, allen voran Liam McIntyre
  • Beeindruckende technische Präsentation samt Raytracing
  • Umfangreiche Barrierefreiheits-Optionen für unterschiedliche Bedürfnisse

Wolverine Gameplay

Das sind die größten Kritikpunkte am Spiel

So einhellig das Lob für Logan ausfällt, so häufig taucht in aktuellen Wolverine Game Reviews derselbe Kritikpunkt auf: Das Kampfsystem nutzt sich über die gesamte Spielzeit spürbar ab. Weil ihr euch fast ausschließlich mit Krallenangriffen durch Gegnerhorden schneidet, wirkt vieles nach einigen Stunden repetitiv, was besonders bei den ausgedehnten Bosskämpfen auffällt.

Hinzu kommt das bewusst lineare Leveldesign. Anders als bei den offenen Spider-Man-Abenteuern schickt euch Wolverine durch klar vorgegebene Schauplätze, was manchen Testern zu wenig Freiraum lässt. Einige Kritiker gehen sogar noch weiter und hinterfragen, wie glaubwürdig eine ernste Geschichte über Trauma und Verlust bleiben kann, wenn Logan gleichzeitig Hunderte namenlose Gegner blutig zerlegt. Dazu kommen vereinzelte Kameraprobleme in engen, chaotischen Gefechten.

  • Kampfsystem wird über die Spielzeit spürbar repetitiv
  • Sehr lineares Leveldesign ohne Open World Elemente
  • Bosskämpfe ziehen sich mitunter unnötig in die Länge
  • Gelegentliche Kameraprobleme bei mehreren Gegnern gleichzeitig

Spielzeit Gewaltgrad und Barrierefreiheit im Überblick

Mit rund 15 Stunden für die Hauptstory gehört Marvel’s Wolverine zu den kürzeren PS5-Exklusivtiteln der letzten Jahre, was euch angesichts des hohen Tempos entgegenkommt. Den Gewaltgrad könnt ihr in den Einstellungen deutlich anpassen. Wollt ihr es weniger blutig, schaltet ihr dynamisches Blut und Verstümmelungen einfach ab, in Zwischensequenzen werden entsprechende Szenen dann automatisch unscharf dargestellt.

Auch bei der Barrierefreiheit setzt Insomniac einen hohen Standard. Neben fünf Schwierigkeitsgraden, von denen der niedrigste ein Sterben komplett ausschließt, gibt es einen Screenreader sowie zahlreiche Optionen für Hör-, Bewegungs- und Sehbeeinträchtigungen. Selbst die Reaktionsgeschwindigkeit von Gegnern in Verfolgungssequenzen lässt sich individuell absenken.

Lohnt sich Marvel’s Wolverine aktuell für euch

Am Ende bleibt die Entscheidung eine Frage des Geschmacks. Wenn ihr brutale, choreografierte Action im Stil von God of War mögt und euch vor allem für Logan als komplexen Charakter interessiert, bekommt ihr mit Marvel’s Wolverine aktuell eines der stimmungsvollsten Marvel-Spiele überhaupt. Die Kombination aus starker Inszenierung, packenden Sprechern und der Reise durch Kanada, Japan und Madripoor rechtfertigt für viele Tester den vollen Preis.

Sucht ihr dagegen eher eine offene Spielwelt mit viel Erkundung, wie ihr sie aus den Spider-Man-Titeln kennt, könnten euch das lineare Design und das sich wiederholende Kampfsystem schneller stören. Da bislang kein PC-Port bestätigt ist, bleibt der Titel zudem exklusiv an die PS5 gebunden. Seid ihr euch unsicher, könnt ihr angesichts der kurzen Spielzeit von rund 15 Stunden auch auf einen Sale warten, ohne allzu viel vom aktuellen Gesprächsstoff zu verpassen.

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