Diese Gaming-Skills können auch im Berufsalltag helfen

Da an der Konsole sitzen – was bringt Dir das denn für die Zukunft?“ Vielleicht hat der ein oder andere diese Frage früher auch von seinen Eltern gehört – mal vorwurfsvoll, mal ehrlich interessiert. Wem damals die Worte fehlten, der findet inzwischen eine zufriedenstellende Antwort.

Diese Gaming-Skills können auch im Berufsalltag helfen

Denn galt Gaming noch in den frühen 2000ern als kritisch beäugtes Nischenhobby, entwickelte es sich im Laufe der Zeit zur beliebten Freizeitbeschäftigung. Und das nicht ohne Grund. Denn durch das Spielen von Videospielen können sich Fähigkeiten herausbilden, die auch im Arbeitsalltag gern gesehen sind.

Warum Videospiele alles andere als sinnlos für die Zukunft sind

Berichteten Medien früher über das Gaming als Hobby, wurde dieses meist belächelt, hinterfragt oder sogar verteufelt. Diese Zeiten sind zum Glück längst vorbei. Denn inzwischen sind Handy-, Computer- und Konsolenspiele im sogenannten Mainstream angekommen. Laut einer repräsentativen Bitkom-Studie aus dem Jahr 2025 zocken 52 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich. Frauen übrigens mehr als Männer.

Neben den Smartphone-Games sind vor allem die Konsolenspiele beliebt. Insgesamt 98 Prozent der Gamer nutzen eine Spielkonsole. Wer dabei das Spielerlebnis noch optimieren möchte, kann einen Gaming-Pass buchen oder sich mit ausreichend PSN-Guthaben Features wie PlayStation Plus dazuholen.

Die steigende Beliebtheit von Videospielen holte diese nicht nur aus ihrer Nische. Inzwischen ist sich die Mehrheit der Deutschen einig: Gaming ist alles andere als unsinnig. Selbst an Schulen und Universitäten werden Spiele an Smartphone oder PC bereits zur Wissensvermittlung eingesetzt.

Auch viele Arbeitgeber entdecken zunehmend den Wert von Videospielen. Noch mehr jedoch wissen sie um die Fähigkeiten, die durch das Gaming ausgebildet werden können und die im Berufsleben immer wichtiger werden.

Welche Gaming-Skills im Beruf weiterhelfen

Zunächst einmal sei gesagt: Nicht jedes Videospiel eignet sich dazu, berufsbezogene Fähigkeiten herauszubilden. Welche Skills sich entwickeln, hängt vor allem von den Spielen ab, die man am häufigsten zockt. Wer sich also am liebsten mit Aufbau-Strategiespielen beschäftigt, sammelt andere Kompetenzen als jemand, der vorrangig Shooter spielt.

Welche Gaming-Skills im Beruf weiterhelfen

Zudem braucht es einen reflektierten Umgang mit Videospielen, um aus dem Hobby überhaupt Vorteile für das Berufsleben ziehen zu können.

Bei den Fähigkeiten, die durch das Zocken entstehen können, handelt es sich übrigens um Soft Skills. Also ein „nice to have“ – das jedoch keine berufliche Qualifikation ersetzen kann. Doch von welchen Skills sprechen wir denn überhaupt?

Das strategische Vorgehen und das logische Handeln

Wer von seinem Vorgesetzten eine Aufgabe übertragen bekommt und nicht weiß, womit er oder sie eigentlich beginnen soll, fällt schnell negativ auf. Denn ob es sich um eine Projektplanung oder die Vorbereitung fürs nächste Teammeeting handelt – ein strategischer Ansatz ist für das erfolgreiche Umsetzen unerlässlich.

Dieses strategische Denken können Videospiele in gewissem Maße fördern. Schließlich arbeiten die meisten mit Gameplay-Mechaniken, die nicht nur eigenständig ausprobiert, sondern auch kombiniert und angewendet werden müssen. Und das in einer sinnvollen Reihenfolge. Denn werden etwa in einem Rollenspiel die unwichtigen Missionen vor den wichtigen erledigt, fehlen im Spielverlauf schnell relevante Items oder Charakterpunkte.

Das lösungsorientierte Denken

Arbeitsalltag und Videospiele haben mehrere Gemeinsamkeiten. Eine davon: Fast immer muss ein bestimmtes Problem gelöst werden. Beim Zocken müssen Gamer selbst herausfinden, mit welchen Mitteln ihnen das gelingt. Dabei ist es unerlässlich, die Bedingungen immer wieder neu anzupassen und aus Fehlern zu lernen. Klappt eine Strategie nicht, muss ein neuer Ansatz her. Denn wer aufgibt, kommt im Spiel nicht weiter.

Das lösungsorientierte Denken - Lernen durch spielen

Diese Spielmechanik schult nicht nur die Geduld, sondern auch das lösungsorientierte und kreative Denken. Ebenso wie die Fähigkeit, Probleme immer wieder aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und anzugehen.

Das Erkennen von Mustern

Sowohl zum logischen als auch zum lösungsorientierten Denken gehört es, Muster und vor allem Konsequenzen einer Handlung zu erkennen. Wer regelmäßige Abläufe und die Regeln dahinter nachvollziehen kann, profitiert im beruflichen Alltag nicht nur von einem besseren Durchblick. In einigen Branchen ist eine solche Mustererkennung sogar der Schlüssel zum Erfolg.

In vielen Videospielen sind diese Wenn-dann-Szenarien, die den Aufbau solcher Fähigkeiten unterstützen, häufig anzutreffen. Insbesondere in Aufbau-Strategiespielen, bei denen es etwa darum geht, eine funktionierende Dorfgemeinschaft auf die Beine zu stellen.

Anhand verschiedener Parameter lässt sich in den Games erkennen, wie es den Einwohnern des eigenen Dorfes geht. Und wie sich ihr Wohlbefinden verändert, wenn man die Gegebenheiten anpasst – etwa die Steuern erhöht oder einen Brunnen baut.

Das wiederum schult das Verständnis, wie eine Handlung und deren Konsequenz zusammenhängen.

Das Verhalten unter Stress

Eine weitere Gemeinsamkeit von Videospielen und Beruf: Oft kann es ganz schön stressig werden. Sowohl in einem Spiel als auch im Job kommt es vor, dass mehrere Signale und Aufgaben gleichzeitig auf einen einprasseln.

In einem Shooter etwa muss man den Feind ins Visier nehmen, gleichzeitig Munition nachladen und auf einen drohenden Alarm achten – und ganz nebenbei natürlich noch die Mission im Auge behalten.

Multitasking trainieren - Das Verhalten unter Stress

Auch im Arbeitsalltag ist häufig Multitasking gefragt: Der Chef will so schnell wie möglich die Projektvorstellung per E-Mail, nebenbei braucht ein Kollege Unterstützung und am Telefon fordert ein Kunde Aufmerksamkeit.

Die Erfahrungen mit Stresssituationen beim Zocken können den Umgang damit im Alltag erleichtern. Indem man etwa beim Gaming lernt, trotz zahlreicher Aufgaben einen kühlen Kopf zu bewahren und sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Denn wer etwa bei einem Shooter den Überblick verliert, verliert im Spiel oft ein Leben.

Im Beruf ist die Konsequenz zwar weniger drastisch. Dennoch ist es hilfreich, bereits zuvor das multiple Aufgabenlösen zu trainieren.

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